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Die Reise – Reisepass

Unser Weg durch die Produktion

Jede Station bringt uns näher an die fertige Aufführung. Vergangene Stationen werden zu Rückblicken, kommende bleiben als Wegmarken sichtbar.

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Erlebt

Reiseausrüstung besorgen

Ein Blick hinter die Kulissen

Für uns als Produktionspaten war dieser Besuch der erste unmittelbare Einblick in die Entstehung von „Die Reise nach Reims“ – und damit der Auftakt unserer gemeinsamen Reise durch die Spielzeit.

Wo eine Produktion Gestalt annimmt

Am 11. September trafen sich unsere Mitglieder zu einer Werkstattführung durch die Werkstätten des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Im Mittelpunkt standen Einblicke in Bühnenbild, Ausstattung und die handwerkliche Umsetzung der Produktion. Noch bevor sich auf der Bühne der Vorhang hebt, wird hier gebaut, gefertigt, angepasst und vorbereitet.

Was die wenigsten Theaterbesucher wissen: Das Staatstheater am Gärtnerplatz verfügt über mehr als ein Dutzend hauseigene Werkstätten. Dazu gehören unter anderem Schreinerei, Schlosserei, Malersaal, Herren- und Damenschneiderei, Hutmacherei, Maskenabteilung, Dekorationswerkstatt, Requisite und Technik. Dort arbeiten Handwerkerinnen und Handwerker sowie Künstlerinnen und Künstler Hand in Hand, um Bühnenbilder, Kostüme und Requisiten für Opern, Operetten, Musicals und Ballette entstehen zu lassen.

Von der ersten Idee bis zur Werkstattabgabe

Florian Probst, Werkstätten- und Produktionsleiter, empfing die 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen mit Marlene Lechner, FSJ Technik, in seinem Büro und erläuterte den Ablauf der Planung einer Produktion.

Die Vorbereitungen beginnen bereits rund sechs Monate vor der Premiere. Regie, Dramaturgie und weitere Beteiligte beraten zunächst darüber, wie das Bühnenbild aussehen soll und welche Anforderungen sich aus dem Stück und seinem szenischen Ablauf ergeben. Anschließend wird ein Modell des Bühnenbilds angefertigt und im Rahmen einer sogenannten Bauprobe mit den maßgeblich an der Produktion Beteiligten diskutiert.

Dabei werden auch Details wie die Sicht auf das Bühnenbild von verschiedenen Plätzen im Theater am Computer simuliert und besprochen. Wenn die Beteiligten sich schließlich geeinigt haben, werden die Ergebnisse in der sogenannten „Werkstattabgabe“ festgehalten. Danach beginnt die eigentliche Herstellung des Bühnenbilds.

5.000 Kilogramm Stahl – und vier Stunden für den Abbau

Florian Probst schilderte sehr anschaulich den gesamten Entstehungsprozess und die zahlreichen Details, auf die dabei geachtet werden muss. Eine wichtige Rolle spielt beispielsweise das Gewicht der Konstruktion. Das Bühnenbild von „Die Reise nach Reims“ enthält rund 5.000 Kilogramm Stahl. Zwar kann der Bühnenboden eine Last von bis zu 500 Kilogramm pro Quadratmeter tragen, dennoch muss jederzeit sichergestellt sein, dass die gesamte Konstruktion sicher ist und alle vorgesehenen Funktionen zuverlässig erfüllt.

Gleichzeitig muss das Bühnenbild so konstruiert sein, dass es innerhalb von vier Stunden wieder abgebaut werden kann, damit die Bühne für die nächste Produktion zur Verfügung steht.

Drei Wochen vor der Premiere wird es ernst

Rund drei Wochen vor der Premiere – bei „Die Reise nach Reims“ am 28. September – folgt die sogenannte technische Einrichtung. Dabei wird das Bühnenbild erstmals vollständig auf der Bühne im Theater aufgebaut. Beleuchtung und Requisite beginnen nun, die Szenerie mit Leben zu erfüllen, und die Bühnenproben starten.

Bis zu diesem Zeitpunkt können noch letzte Korrekturen vorgenommen werden, falls sich Probleme zeigen. Florian Probst betonte deshalb, wie wichtig die Kommunikation zwischen allen Beteiligten und den verschiedenen Teams des Theaters während des gesamten Entstehungsprozesses ist. Ziel ist es, mögliche Schwierigkeiten möglichst frühzeitig zu erkennen und Probleme in einer so späten Phase der Produktion zu vermeiden.

Unterwegs durch die Werkstätten

Nach dieser eindrucksvollen und detailreichen Einführung in die Vorbereitungen führte Florian Probst unsere Gruppe durch das Haus. Dabei konnten wir bereits einen ersten Blick auf Teile des Bühnenbilds von „Die Reise nach Reims“ werfen, die hinter der Bühne zusammengesetzt wurden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der begrenzte Platz eine der großen Herausforderungen des Theaterbetriebs darstellt: Die teilweise sehr großen Bühnenteile benötigen während ihrer Herstellung und Vorbereitung viel Raum.

In der Theaterplastik, der Schlosserei und der Schreinerei konnten wir weitere Elemente des Bühnenbilds während ihrer Entstehung besichtigen. Die Werkstätten verfügen über zahlreiche Maschinen und eine umfangreiche Ausstattung, die es ermöglichen, einen großen Teil der benötigten Bühnenteile unmittelbar durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters anzufertigen.

Auch in die Tapezierwerkstatt konnten wir einen Blick werfen. Dort entstehen unter anderem Möbel, Vorhänge und weitere Ausstattungselemente für die Bühne.

Höhepunkt im Malersaal

Ein besonderer Höhepunkt der Führung war schließlich der Besuch des Malersaals im obersten Stockwerk des Gebäudes über dem Eingangsportal. Dort wurde gerade der Bühnenboden für „Die Reise nach Reims“ gestaltet. Er besteht aus mehr als 100 einzelnen Platten, die mit großen Stempeln bemalt werden.

Ganz nebenbei bietet der Malersaal auch noch einen beeindruckenden Blick über das Eingangsportal hinweg auf die Stadt.

Die mit zahlreichen Informationen, Eindrücken und Details gefüllten zweieinhalb Stunden vergingen wie im Flug. Am Ende waren wir uns einig: Die Premiere von „Die Reise nach Reims“ werden wir nach diesem Blick hinter die Kulissen mit ganz anderen Augen erleben.

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Erlebt

Den Reiseführer lesen

Premierenfieber zur Patenproduktion „Die Reise nach Reims“

von Peter Breun-Goerke

Am 30. September fand der erste Stammtisch des Freundeskreises Gärtnerplatztheater der neuen Spielzeit in der Deutschen Eiche statt. Neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern konnten wir an diesem Abend auch KS Daniel Prohaska als Gast begrüßen.

Zuvor stand im Gärtnerplatztheater das Premierenfieber zu unserer Patenproduktion „Die Reise nach Reims“ auf dem Programm. Bereits zwei Wochen zuvor hatten unsere Mitglieder bei der Werkstattführung am 11. September einen ersten Eindruck vom Bühnenbild gewinnen können. Nun war es auf der Bühne schon nahezu vollständig aufgebaut und gab einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Premiere.

Motivbild zu Station 2 mit Figuren des Freundeskreises im Austausch über Die Reise nach Reims

Die Reise, die nicht stattfindet

Christoph Wagner-Trenkwitz führte wie gewohnt sehr unterhaltsam und mit vielen Informationen über den Komponisten und die Entstehungsgeschichte des Werkes durch den Abend.

Gioachino Rossini soll seinerzeit von Ludwig van Beethoven den Rat erhalten haben, sich der Komödie zuzuwenden. Mit „Die Reise nach Reims“ entstand schließlich eine komische Krönungsoper, die am 19. Juni 1825 uraufgeführt wurde. Treffender als mit ihrem eigentlichen Titel ließe sich das Stück fast mit den Worten beschreiben: „Die Reise findet nicht statt.“

Schon in der ersten gezeigten Szene konnten sich die Zuschauer einen guten Eindruck vom Witz und Spielwitz der Produktion verschaffen. Im Mittelpunkt stand ein verloren gegangener Hut, der schließlich wiedergefunden wird. Das Ensemble, angeführt von Andrea Zidaric und Jennifer O’Loughlin, setzte die Szene gemeinsam mit dem Ballett ebenso temporeich wie eindrucksvoll um.

Der Regisseur und seine Sicht auf das Stück

Im anschließenden Gespräch erläuterte Regisseur Dirk Schmeding, dass ihm das Werk für die Inszenierung großen Spielraum lasse, weil es im eigentlichen Sinne kaum über eine durchgehende Handlung verfüge. Im Mittelpunkt stünden vielmehr die Begegnungen der unterschiedlichen Figuren und die Geschichten, die sich daraus entwickeln.

Gerade das groß besetzte Ensemble biete dadurch zahlreiche Möglichkeiten, eigene Akzente zu setzen. Zugleich beschrieb Schmeding das Werk als einen durchaus subversiven, gegen die höfische Welt gerichteten Stoff.

Als zweite Szene war das Sextett Nr. 3 zu erleben. Einen besonderen Akzent setzte dabei Anna Agathanos als Marchesa Melibea, die mit der Urne ihres verstorbenen Mannes in der Hand die Gesellschaft unterhielt und zugleich ihre Aufmerksamkeit den anwesenden Herren zuwandte.

Deutschlandpremiere für Enrico Lombardi

Im nächsten Gespräch stellte Christoph Wagner-Trenkwitz den italienischen Dirigenten Enrico Lombardi vor. Lombardi stammt aus jener Gegend Italiens, in der auch Rossini geboren wurde.

Abwechselnd auf Italienisch und Deutsch erzählte er von einem besonderen Erlebnis im Jahr 2023: Beim Rossini-Festival sprang er nur 28 Stunden vor einer Premiere als Dirigent ein und leitete dabei das RAI-Rundfunkorchester.

Mit „Die Reise nach Reims“ am Gärtnerplatztheater gibt Lombardi nun sein Deutschlanddebüt als Dirigent. Er betonte, dass das Werk keine eigentliche Hauptrolle kenne. Entscheidend seien vielmehr das gemeinsame Singen, Spielen und Erzählen – und genau das eröffne dem Ensemble große Freiheiten.

Besonders hob Lombardi die Atmosphäre des Gärtnerplatztheaters hervor. Sie passe hervorragend zum Humor des Stückes und zu einer Komödie, die ihren Figuren und damit letztlich auch dem Publikum immer wieder einen Spiegel vorhalte.

Zum Abschluss des Premierenfiebers erlebten die Zuschauer jene Szene, in der die vermeintliche Reisegesellschaft erfährt, dass ihre Reise nach Reims überhaupt nicht stattfinden wird. Die Nachricht sorgt erwartungsgemäß für erhebliche Turbulenzen auf der Bühne und bildete den fulminanten Abschluss eines ebenso informativen wie unterhaltsamen Premierenfiebers.

Zum Stammtisch mit KS Daniel Prohaska lesen Sie hier weiter:

Zum Bericht über den Stammtisch

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Ausgebucht

Reiseproviant bezahlen und Reisedetails erfahren

Empfang & Generalprobe

Zwei Tage vor der Münchner Erstaufführung kommen wir unserem Ziel ganz nah: Musik, Szene, Bühne, Kostüm und Technik fügen sich zum vollständigen Theaterabend.

Um 17 Uhr treffen wir uns zu einem Empfang im oberen Foyer. Staatsintendant Josef E. Köpplinger und Dramaturg Michael Alexander Rinz geben eine Einführung in die Produktion. Um 18 Uhr beginnt die Generalprobe.

Motivbild zu Station 3 mit festlicher Gesellschaft als Ausblick auf Generalprobe und Premiere

Diese Station ist mit 30 Personen ausgebucht. Weitere Anmeldungen sind derzeit nicht möglich.

Details zur Station
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Unser Ziel

Wir erreichen Reims

Die Münchner Erstaufführung

Nach Werkstätten, Premierenfieber und Generalprobe erreicht unsere gemeinsame Reise ihr großes Ziel: „Die Reise nach Reims“ feiert am Gärtnerplatztheater Premiere.

Freundeskreis-Motiv im Zuschauerraum des Gärtnerplatztheaters zur Premiere von Die Reise nach Reims
Beginn19:30 Uhr
Endeca. 22:15 Uhreine Pause nach ca. 80 Minuten
Zur Premiere beim Gärtnerplatztheater
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Weiterreisen

Die Reise geht weiter

Weitere Vorstellungen

Mit der Premiere endet die Reise nicht an der Bühnentür. Rossinis Ensembleoper bleibt im Spielplan des Gärtnerplatztheaters und kann in weiteren Vorstellungen erlebt werden.

Freundeskreis-Motiv im Zuschauerraum des Gärtnerplatztheaters zu den weiteren Vorstellungen von Die Reise nach Reims

Die jeweils aktuellen Termine, Besetzungen und Ticketinformationen pflegt das Theater auf seiner Produktionsseite.

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